Der Plan per Bus an die kamerunisch-kongolesische Grenze zu fahren, gestaltete sich als überraschend einfach. Wir gingen zu einem Bus Terminal und direkt dahinter standen ein paar Autos die Richtung Grenze fahren würden. Wir verluden die Fahrräder und alles Mögliche andere Gut und stiegen in die Autos. Neben uns saßen natürlich noch einige Personen mehr im Auto, als von den Designern der Modelle ursprünglich vorgesehen. Es hieß also Quetschen und wenig Komfort. Da die Dokumente einiger Mitreisender seit 5 Jahren abgelaufen waren, wurden wir für eine Weile kurz vor der Grenze von der Polizei aufgehalten, erreichten jedoch schon gegen Mittag den Grenzposten. Nach einer kleinen Stärkung in Form von Spaghetti mit Ei (die 65. Portion dieses Gerichts in den letzten 5 Tagen), ging es über die Grenze. Der Übergang verlief ohne Probleme, wenn auch wieder mal etwas Geduld gefragt war, da auch die hiesigen Behörden nicht gerade Weltmeister im Schnell arbeiten sind. Stattdessen präsentierte uns einer der Polizisten stolz seine Deutschkenntnisse und wiederholte dabei immer wieder den Spruch “Wer will, der kann”. Im Kongo angekommen galt es dann noch eine Strecke von 65 km in den kleinen Ort Souanké zurückzulegen, wo wir zu Abend aßen und bei der katholischen Mission nachfragten, ob wir dort zelten könnten. Der Pater stellte uns stattdessen den Männerraum im angrenzenden Krankenhaus zur Verfügung, wo wir die Nacht verbrachten und seit langem mal wieder eine richtige Dusche (wenn auch von einigen Insekten bewohnt) zur Verfügung hatten.








