Da wir in unserer Unterkunft immer noch völlig im Dunkeln tappten und Strom auch am nächsten oder übernächsten Tag nicht in Aussicht war, galt es eine neue Bleibe zu finden. Als dies erledigt war und wir uns in der neuen Behausung einfanden, war bereits der halbe Tag vergangen. Es bot sich an, den restlichen Tag zu nutzen, um ins Kino zu gehen und einen nigerianisch produzierten Film anzuschauen. Dafür fuhren wir in eine Mall, in der an jeder Stelle, die Zeichen der aktuellen Wirtschaftskrise sichtbar waren. Es waren kaum Menschen unterwegs, obwohl es Samstag war, viele der Geschäfte standen leer und auch im Supermarkt waren viele der Regale und Tiefkühltruhen entweder mit Wasser- oder Spülmittelflaschen gefüllt, die nur den Eindruck der Leere abschwächen sollten, oder gar komplett leer geblieben. An keinem anderen Ort des Landes war für unsere Köpfe die Wirtschaftskrise so greifbar wie hier. Mit etwas mulmigem Gefühl verließen wir den Supermarkt und betraten das Kino, in welchem uns der gezeigte Film “Midnight in Shangisha” sehr viel Spaß machte, woran auch die den Bildschirm bedeckende Nachricht, dass das Antiviren-Programm noch Updates bräuchte, nichts ändern konnte.









