Nachdem wir uns am gestrigen Tag noch darüber unterhalten hatten, wie die Regenzeit durchaus aushaltbar war, da es meist nur abends oder für eine kurze Zeit regnete, wirkte es so als wollte uns das Wetter heute das Gegenteil beweisen. Es schüttete seit den frühen Morgenstunden und wollte nicht aufhören. Dennoch stand für heute die Überquerung der Grenze nach Ghana entlang eines Strandes an, da es sonst keine richtige Straße gab. Also fuhren wir direkt am Meer durch den Sand wobei unsere Reifen das ein oder andere Mal von Wellen unterspült wurden. Leider übersahen wir dabei die Hütte der ivorischen Polizei, an der wir unseren Ausreisestempel hätten bekommen sollen. Als wir dann einen Mann am Strand nach dieser Hütte fragten, teilte uns dieser mit, dass wir uns bereit in Ghana befinden würden. Er führte uns zur ghanaischen Polizei, die uns aber wieder zurück in die Elfenbeinküste schickten, um den Ausreisestempel zu erhalten. Jedoch war die Hütte einige Kilometer entfernt und die Wege dorthin durch den anhaltenden Regen für ein Fahrrad unpassierbar geworden, weswegen wir einige Kilometer zurück durch den Dschungel liefen. Als wir dann endlich nach 3 Stunden offiziell aus der Elfenbeinküste aus- und in Ghana eingereist waren, war es zu spät um unser eigentliches Tagesziel noch zu erreichen. Wir fuhren noch circa 30 Kilometer über eine extrem schlechte Straße zu einem Hotel und halfen dabei noch einem Ivorer, dessen steckengebliebenes Motorrad aus dem Schlamm zu befreien.

















